Hallo Uluru!

3. Januar 2025 - 6. Januar 2025

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Mit diesem letzten Beitrag über Australien kommen wir endlich zu DER Sehenswürdigkeit des roten Kontinents: dem Uluru, auch bekannt als Ayers Rock. Frisch zum neuen Jahr, mit kiloweise Sonnencreme im Gepäck, ging es per Flugzeug auf in die Wüste, um uns 43°C zu stellen.

Für all diejenigen, die keine Lust haben bis zum Ende zu lesen, hier eine kurze Zusammenfassung dieses Beitrags: Anna und Chris vor roten Steinen!

Ansonsten gibt es nun einen kleinen Einblick, was man in Australiens rotem Zentrum so alles machen kann, außer in der Sonne zu verbrennen oder sich die Schuhe mit rostig-rotem Sand dauerhaft zu verfärben.

Der Ort beim Uluru heißt Yulara. Hier gibt es eine Handvoll Hotels (alle vom selben Anbieter), und wir buchten eine der teuersten Unterkünfte unserer Reise. Dazu suchten wir uns noch vier organisierte Touren aus. Mit der "Uluru Sunset Tour" hatten wir einen ersten bezaubernden Ausblick auf den Uluru und im Anschluss gab es noch ein Dinner unter den Sternen.

Uluru und die Segway-Tour


Seit einigen Jahren ist es nicht mehr erlaubt den Uluru zu besteigen, da er ein spirituell wichtiger Ort der Aborigines ist. Stattdessen kann man eine mehrstündige Wanderung um den Uluru herum machen. Da wir uns mit Januar allerdings ausgerechnet den heißesten Monat ausgesucht hatten, klang eine etwa zweistündige Segway-Tour viel verlockender.

Fazit : Zehn von zehn Sternen! Die Ausblicke waren der Hammer und Segway fahren macht riesigen Spaß! Die wandernden Touristen, an denen wir vorbei düsten, blickten auch immer etwas neidisch. Aber selbst mit Segways war die Hitze echt extrem schwer zu ertragen (als ob ein großer heißer Fön einen dauerhaft anpustet).

Kata Tjuta und die Fliegen


Wir wussten vorher gar nicht, dass es bei Yulara noch eine zweite Sehenswürdigkeit gibt. Kata Tjuta, eine weitere große Felsformation, hat uns dann aber sogar noch mehr begeistert als Uluru selbst. Die zerklüftete Form von Kata Tjuta war einfach sehr beeindruckend und insgesamt auch deutlich größer. (Kata Tjuta besteht allerdings aus mehreren Felsen, während Uluru ein einzelner riesen Brocken ist!)

Zwischen den steilen, roten Steinwänden von Kata Tjuta staut sich die Hitze so sehr, dass im Sommer einige der Wanderwege geschlossen sind. Auf dem noch geöffneten Pfad dachten wir zwischenzeitlich zu verbrennen und wurden zusätzlich von tausenden Fliegen belagert. Während wir mit unseren Fliegennetzen gut vorbereitet waren, haben sich die anderen Tour-Teilnehmer irgendwann aus Verzweiflung ihre Shirts aus- und über den Kopf gezogen.

Field of Light und der Abschied


Der letzte Morgen unseres Ausflugs war nicht nur ein Abschied vom Outback, sondern unser Abschied von ganz Australien. Nach über einem Monat war es nun an der Zeit weiterzuziehen. Während wir noch Zweifel bei der Buchung der "Field of Light Sunrise Tour" hatten (vielleicht eine kitschige Touristen-Falle?), erwartete uns tatsächlich eine traumhaft schöne Kunstinstallation:


Ein Meer aus tausenden Lichtern imitiert die warmen, changierenden Farben des Himmels zum Sonnenaufgang und verblasst langsam während der Tag anbricht. Und im Hintergrund tut sich langsam die Silhouette von Uluru auf. Eigentlich gar nicht unsere Art bei sowas etwas emotional zu werden, aber was für einen schöneren Abschluss kann man sich für eine Australienreise schon vorstellen?